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Ungenutzte Gleise - Bahnverkehr oder Reitwege?
03.11.2015

Handewitter Gemeindevertretung setzt auf Nutzung durch Pferdesportler und für andere Freizeitaktivitäten

7,7 Kilometer unbefahrene Gleise befinden sich auf Handewitter Gebiet und verwildern zusehends. Sie gehören zur stillgelegten Verbindung von Flensburg nach Niebüll. Während sich ein Gutachten, das von der Stadt Flensburg beauftragt wurde, für eine Reaktivierung der Strecke ausspricht, schätzt man die Situation in Handewitt offenbar anders ein. „Das Gutachten hat das Qualitätsniveau einer Vorstudie“, sagte Bürgermeister Thomas Rasmussen vor wenigen Wochen im kommunalen Finanz- und Wirtschaftsausschuss. Er hatte zuvor an einem Eisenbahn-Workshop im Flensburger Rathaus teilgenommen.

In der Geestgemeinde hat man derweil andere Vorstellungen. Dort möchte man die Eisenbahntrasse am liebsten komplett für die Naherholung nutzen. Weit vorangeschritten sind die Planungen für ein Reitwegenetz. Darin enthalten ist auch die alte Langberger Eisenbahnunterführung, die unterhalb der Autobahn liegt. „Wir kriegen die Nutzungserlaubnis“, sagte der Finanzausschuss-Vorsitzende Gerhard Beirer nach einem Treffen mit einem Vertreter der DB Netz AG. Die Zusage ist allerdings mit einer Auflage verbunden, wie das Unternehmen auf Nachfrage mitteilte: „Sollte es zu einer Reaktivierung der Strecke kommen, so müssen alle baulichen Einrichtungen von der Gemeinde wieder zurückgebaut werden.“

Auch die derzeit überflüssigen Bahnübergänge stehen auf der Agenda. „Sie sind überaltert, in einem schlechten Zustand und schlecht beschildert“, klagte Gerhard Beirer. „Einige Andreaskreuze sind sogar abgebrochen.“ Bei der DB Netz AG ist die Anfrage der Gemeinde registriert. Eine Entscheidung steht offenbar noch aus, das Unternehmen betont aber bereits jetzt, dass ein „permanenter Rückbau“ nicht garantiert werden könne. Im Klartext heißt das: Sollten doch wieder Züge rollen, müsste Handewitt auf eigene Kosten die Bahnübergänge wiederherstellen.

03.11.2015 
Quelle: Flensburger Tageblatt