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Amtsgebeit mit Gemeinden

 

Amt Schafflund
Tannenweg 1
24980 Schafflund
Telefon:
04639 700 (Zentrale)

Fax:
04639 70-30

www.amt-schafflund.de
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welche leistungen können sie erhalten?

In so genannten Regelbedarfen ist festgelegt, was dem Einzelnen mindestens zusteht. Hat eine Person gar kein Einkommen oder weniger Einkommen als diese Regelbeträge, kann sie grundsätzlich Leistungen erhalten. Arbeitslosigkeit ist nicht vorausgesetzt. Leistungen kann man erhalten, wenn man arbeitslos ist oder auch zu wenig verdient, sei es als erwerbstätiger Arbeitnehmer oder als Selbstständiger.
 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte erhalten Arbeitslosengeld II. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die mit einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten grundsätzlich Sozialgeld. Die Leistungen umfassen: den Regelbedarf, Mehrbedarfe und den Bedarf für Unterkunft und Heizung. Hinzu kommt - wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind - ein Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe.

Für Bedarfe, die nicht im Regelbedarf enthalten sind, kann zusätzlich ein so genannter Mehrbedarf berücksichtigt werden. Diesen Zusatzbetrag zum Regelbedarf gibt es für folgende Personen:

  • Werdende Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche: 17 Prozent des Regelbedarfs,
  • Alleinerziehende von minderjährigen Kindern: 36 Prozent bei 1 Kind unter 7 Jahren oder 2 bis 3 Kindern unter 16 Jahren oder je 12 Prozent für jedes Kind, zusammen jedoch höchstens 60 Prozent des Regelbedarfs,
  • Behinderte Menschen, die bestimmte Leistungen nachdem SGB IX beziehungsweise dem SGB XII erhalten: 35 Prozent des Regelbedarfs,
  • Leistungsberechtigte, die aus medizinischen Gründen kostenaufwändigere Ernährung benötigen: Kosten in angemessener Höhe. Trifft dies für Sie zu, fordern Sie bitte eine Zusatzerklärung ab, die von Ihrem Arzt zu bestätigen ist,
  • Voll erwerbsgeminderte Personen mit einem Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „G“ können einen Mehrbedarf von 17 Prozent des Regelbedarfs erhalten, wenn ihnen bisher kein anderer Mehrbedarf wegen Behinderung zusteht, dies gilt nicht für Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres.

Die Summe der insgesamt gezahlten Zusatzbeträge für den persönlichen Mehrbedarf darf nicht höher sein als der maßgebende Regelbedarf für Alleinstehende.
 
Unterbestimmten Voraussetzungen können weitere besondere Bedarfe, die aufgrund besonderer Lebensumstände über einen länger andauernden Zeitraum entstehen und nicht vermeidbar sind, berücksichtigt werden. Leistungsberechtigte, die Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen erzeugen (dezentrale Warmwasseraufbereitung), erhalten einen Mehrbedarf nach einem bestimmten Prozentsatz des Regelbedarfs.

Kosten der Unterkunft und Heizkosten werden, soweit sie angemessen sind, in der Regel in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen und an Sie ausgezahlt. Sie sind verpflichtet, diese Leistungen nur zweckentsprechend zu verwenden, d. h. an Ihren Vermieter bzw. andere Empfangsberechtigte weiterzuleiten. Ist nicht sicher, dass Sie das Geld auch entsprechend verwenden, kann das Jobcenter Zahlungen auch direkt leisten. Eine Direktüberweisung an die Vermieterin/den Vermieter kann auch auf Ihren Antrag erfolgen. Betriebs- und Heizkostenabrechnungen, die während Ihres Bezuges von Leistungen eingehen, sind dem Jobcenter unaufgefordert vorzulegen.

Bei Bezug von Arbeitslosengeld II sind Sie grundsätzlich pflichtversichert (Kranken- und Pflegeversicherung) oder erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für eine eigene Absicherung.

Der monatliche Regelbedarf ist für den laufenden Lebensunterhalt vorgesehen. Daneben können einmalige Leistungen erbracht werden für

  • die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten,
  • die Erstausstattung für Bekleidung und Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt,
  • die Anschaffung und Reparaturen von orthopädischen Schuhen, die Reparaturen von medizinischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten.

Diese einmaligen Leistungen werden als Geldleistung oder auch als Sachleistung (Gutscheine) gewährt. Es kann auch ein Pauschalbetrag festgelegt werden.

Ein Anspruch auf solche Leistungen besteht auch dann, wenn Sie keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erhalten, aber kein ausreichendes Einkommen oder Vermögen haben, um diesen speziellen Bedarf voll abzudecken.

 

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