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Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach in das Amt eingeführt 18.05.2006 


Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach in das Amt eingeführt

Im Rahmen einer Sondersitzung des Kreistages wurde der am 7. Mai neu gewählte Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg, Bogislav-Tessen von Gerlach, heute (17. Mai) in sein Amt eingeführt. An dem Festakt im Bürgersaal des Schleswiger Kreishauses nahmen zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil.

Kreispräsident Johannes Petersen dankte zunächst dem Ersten Kreisrat Peter Dietrich Henningsen, der in der Interimszeit seit Jahresbeginn als Landrat mit voller Verantwortung für alle Aufgabenbereiche amtiert hatte. "Mit großem Elan, hoher Einsatzbereitschaft und einem enormen Zeitaufwand hast Du Dich dieser Aufgabe gestellt und sie hervorragend gemeistert", würdigte der Kreispräsident Henningsens Arbeit.

Der neue Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach – so Kreispräsident Petersen weiter – sei als langjähriger Dezernent des Kreises immer ein hervorragender Ansprechpartner für den Kreistag gewesen. Man habe stets Hilfestellung, präzise Auskunft und gute Anregungen von ihm erhalten. Von Gerlach sei ein kreativ denkender Beamter, der in der Lage sei, Perspektiven zu entwickeln. "Ich bin deshalb überzeugt, dass von Ihnen neue Impulse ausgehen werden, die dem Kreis von großem Nutzen sein können", sagte Petersen. (Rede des Kreispräsidenten zum Download: - [PDF: 54 KB] )

Die Grüße der Landesregierung überbrachte Innenstaatssekretär Ulrich Lorenz. Angesichts geringer Wahlbeteiligung – im Kreis Schleswig-Flensburg 23 % - äußerte er Zweifel an der Direktwahl der Landräte. Die Bürger sähen den Landrat in erster Linie als Verwaltungschef. "Mit der Abschaffung würden die Kreistage und das Ehrenamt gestärkt" – sagte Lorenz. Die vom Land geplante Einrichtung von vier kommunalen Verwaltungsregionen bezeichnete der Staatssekretär als Voraussetzung dafür, in großem Umfang Aufgaben auf die Kommunen zu übertragen. In der Diskussion mit der kommunalen Ebene in dieser Frage werde man zu einem positiven Ergebnis kommen.

Der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, Kreisverband Schleswig-Flensburg, Amtsvorsteher Hans-Werner Berlau, betonte die enge Verbindung der Gemeinden mit dem Kreis. Er sei froh, dass mit von Gerlach ein vertrauter, hoch kompetenter Weggefährte zum Landrat gewählt worden sei. Nur wenn es dem Kreis gut gehe, gehe es auch den Gemeinden gut. In diesem Zusammenhang kritisierte Berlau die vom Land angekündigte Kürzung kommunaler Finanzausgleichsmittel.

Auch das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages Jan-Christian Erps forderte das Land auf, die finanzielle Ausstattung und somit den Gestaltungsspielraum der Kommunen nicht einzuschränken. Es ginge, so Erps, um die "Überlebensfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung". Er freute sich, in von Gerlach einen "engagierten Kämpfer" für die Sache der Kreise und Kommunen zu haben. Er sei "der richtige Mann zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle".

Flensburgs Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner gratulierte im Namen der benachbarten Gebietskörperschaften. Er wies auf bereits bestehende gute Kooperationen hin und meinte, dass für ihn auch die Aufgabe der Kreisfreiheit Flensburgs kein Tabu sei. "Wenn der Stress der Verwaltungsstrukturreform vorbei ist", dann sollte in Ruhe pro und contra ausgelotet werden. Er habe nur freundliche Worte vorbereitet, da er nicht wisse, ob von Gerlach nicht einmal sein Landrat werde, sagte Tscheuschner scherzhaft. Was die Nordregion anbelange, so könne auch ohne Druck von oben gut zusammengearbeitet werden. Dafür nannte er drei wichtige Voraussetzungen: gleiche Augenhöhe, Vertrauen und Vernunft.

Die Glückwünsche der Wirtschaft übermittelte der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg, Walter Braasch. In diesem Zusammenhang stellte er die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit auch mit den Nachbarn in Dänemark heraus. Er warb um Unterstützung für viel versprechende Projekte wie die Landesgartenschau und die Investitionen in der ehemaligen Kaserne auf der Freiheit in Schleswig. Die Industrie- und Handelskammer freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Landrat von Gerlach.

Für die Vereine und Verbände im Kreis Schleswig-Flensburg gratulierte der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Schleswigsche Geest, Gerd Gramlow. In launigen Reimen mit einem Mix aus hoch- und plattdeutschen Passagen gab er Landrat von Gerlach gute Wünsche von Seiten der ehrenamtlichen Institutionen des Kreises mit auf den Weg.

Als Vorsitzender des Personalrates der Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg versicherte Uwe Petersen von Gerlach die Unterstützung der Mitarbeiter. "Ein von gegenseitigem Vertrauen geprägter Umgang kann für diesen Kreis und seine Verwaltung in Zeiten des Umbruchs nur gut sein", sagte Petersen.

Landrat von Gerlach wies in seiner Ansprache darauf hin, dass der Kreis Schleswig-Flensburg neben seinen Vorzügen auch eine weniger glänzende Seite mit erheblichem Sanierungsbedarf habe. Die Antwort darauf dürfe nicht lähmender Pessimismus sein, sagte von Gerlach, "sonst wäre ich hier fehl am Platze". Er wolle gemeinsam mit dem Kreistag, den Mitarbeitern der Verwaltung, den kreisangehörigen Kommunen und unter Einbeziehung der Nachbargebietskörperschaften und dem Land eine Trendwende einleiten, um dem Kreis wieder die unbedingt notwendigen Gestaltungs- und Freiräume zu schaffen. In diesem Zusammenhang kündigte er eine Überprüfung der Verwaltungsorganisation und eine stärkere Bündelung der wirtschaftlichen Aktivitäten an.
Für eine spürbare Entlastung der desolaten Finanzsituation bedürfe es neben organisatorischen Maßnahmen jedoch einer drastischen Deregulierung und Aufgabenreduzierung. Hier seien allerdings die gesetzgebenden Ebenen von Bund, Land und auch der EU gefordert.

Den vom Land geplanten sog. "Kommunalen Verwaltungsregionen" erteilte von Gerlach eine klare Absage. Das Konstrukt offenbare beim besten Willen nicht, wie es zu Organisationsgewinnen führen solle.

Der Hauptschlüssel zur Sanierung und finanziellen Gesundung des Kreises liegt nach Ansicht des neuen Landrats in der konsequenten Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes mit den sich daraus ergebenden positiven Arbeitsplatzeffekten. Er hoffe, dass es schon in Kürze zur Gründung einer Entwicklungsagentur zusammen mit der Stadt Flensburg, dem Kreis Nordfriesland und der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg komme. "Mit Optimismus, Zielstrebigkeit und Entschlossenheit sollte es uns gelingen, den Kreis wieder zukunftsfähig zu machen", erklärte Landrat von Gerlach. Er werde dazu seinen Beitrag mit ganzer Kraft leisten. (Rede des Landrates zum Download: - [PDF: 75 KB] )

Zu unseren Bildern:

1. Erster Kreisrat Peter Dietrich Henningsen (rechts)
ernennt Bogislav-Tessen von Gerlach zum Landrat

Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach in das Amt eingeführt

2. Kreispräsident Johannes Petersen (rechts)  vereidigt
den neuen Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg
Bogislav-Tessen von Gerlach

Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach in das Amt eingeführt


 

  • Rede des Kreispräsidenten zum Download: - [PDF: 54 KB]
  • Rede des Landrates zum Download: - [PDF: 75 KB]

 

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