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Der elektronische Aufenthaltstitel 02.03.2011 


Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels zum 1. September 2011

Elektronischer AufenthaltstitelDie Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben die Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels  (eAT) für Drittstaatsangehörige (Personen aus Staaten, die nicht zur Europäischen Union gehören) beschlossen. Deutschland wird die Umstellung auf den elektronischen Aufenthaltstitel voraussichtlich zum 01. September 2011 vornehmen. 

Die nachstehenden Informationen erläutern die wesentlichen Verfahrensänderungen:

Was ist der elektronische Aufenthaltstitel?

Der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) wird zum Nachweis eines bestehenden Aufenthaltsrechts als eigenständiges Dokument in Form einer Scheckkarte ausgestellt.

Welche Unterschiede bestehen zum bisherigen Aufenthaltstitel?

Zukünftig wird der eAT nicht mehr in Form von Klebeetiketten, sondern als eigenständiges Dokument in Form einer Scheckkarte erteilt bzw. verlängert.
Diese Scheckkarte enthält neben den sichtbaren bzw. lesbaren personenbezogenen Informationen wie zum Beispiel Lichtbild, Name, Vorname, Adresse etc. auch einen Chip, der neben den hierauf gespeicherten biometrischen Daten wie Fingerabdrücke und biometrischem Lichtbild auch die Voraussetzungen für Zusatzfunktionen wie den elektronischen Identitätsnachweis (eID) und die qualifizierte elektronische Signatur (QES) enthält.

Welche biometrischen Daten werden auf dem eAT gespeichert?

Alle Drittstaatsangehörigen müssen – soweit sie das 6. Lebensjahr vollendet haben – zukünftig zur Ausstellung eines eAT biometrische Daten (Fingerabdrücke und Lichtbild) abgeben. Die Fingerabdrücke werden über entsprechende Scan-Geräte abgenommen. Deshalb ist Ihre persönliche Vorsprache bei der Ausländerbehörde unabdingbar.

Wer erhält den eAT?

Jeder Drittstaatsangehörige (Personen aus Staaten, die nicht zur Europäischen Union gehören) – auch Säuglinge und Kinder -, wenn ein Anspruch auf einen der nachstehenden Aufenthaltstitel besteht:

  • Aufenthaltserlaubnis
  • Niederlassungserlaubnis
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt EG
  • Aufenthaltskarten für Familienangehörige von EU-Bürgern, die aus Staaten kommen, die nicht zur Europäischen Union gehören
  • Aufenthaltserlaubnis für Schweizer

Muss ich meinen gültigen Aufenthaltstitel gegen einen eAT umtauschen?

Ihr bisheriger Aufenthaltstitel behält bis zu seinem Ablauf bzw. bis zur Neuausstellung oder Verlängerung Ihres Reisepasses seine Gültigkeit. Erst bei Beantragung der Verlängerung bzw. nach Ausstellung eines neuen Passdokuments wird Ihnen ein eAT ausgestellt.

Wann muss ich einen eAT beantragen?

Auf dem in Ihrem Pass eingeklebten Aufenthaltstitel ist ein Gültigkeitszeitraum vermerkt. Sie sollten circa 8 – 10 Wochen vor Ablauf dieses Gültigkeitszeitraums – aber nicht vor dem 01. September 2011 – bei der Ausländerbehörde einen eAT beantragen. Sollten Sie bereits über einen unbefristeten Aufenthaltstitel verfügen, ist die Ausstellung eines eAT regelmäßig erst mit Neuausstellung Ihres Nationalpasses erforderlich.

Wo kann ich die Ausstellung eines eAT beantragen?

Den eAT müssen Sie persönlich bei Ihrer Ausländerbehörde in Schleswig beantragen. Unter der Rufnummer 04621 87-0 kann Ihnen ein Ansprechpartner aus der Ausländerbehörde vermittelt werden.

Was kostet der eAT?

Derzeit stehen die neuen Gebührensätze noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass die Gebühren höher sein werden als bisher. Sobald neue Informationen zur Verfügung stehen, werden diese hier eingestellt.

Wie lange muss ich nach der Antragstellung auf meinen eAT warten?

Nach Aufnahme Ihrer Personendaten und der biometrischen Daten bei der Ausländerbehörde werden diese Daten zur Produktion Ihres eAT an die Bundesdruckerei in Berlin gesendet. Die Bundesdruckerei in Berlin ist zur Produktion ausschließlich befugt. Durch dieses Verfahren ergeben sich nach der Beantragung des eAT zusätzliche Bearbeitungs- und Wartezeiten von voraussichtlich vier bis sechs Wochen.
Dies bedeutet, dass selbst bei Vorliegen der Erteilungsvoraussetzungen Ihr Aufenthaltstitel nicht mehr direkt bei Ihrer ersten Vorsprache ausgehändigt werden kann.
Wenn Ihr eAT abgeholt werden kann, erhalten Sie von der Ausländerbehörde eine Benachrichtigung.

Wo erhalte ich weitergehende Informationen?

Unter der o. g. Rufnummer steht Ihnen ein Ansprechpartner der Ausländerbehörde für weitere Auskünfte zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie weitere Informationen zu eAT in verschiedenen Landessprachen im Internet abrufen (www.bamf.de) oder in der Ausländerbehörde erhalten.