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Pläne für Warenumschlag von der Schiene auf die Straße 23.02.2009 


Im Handewitter Ortsteil Altholzkrug sollen Waren in großem Stil von der Schiene auf die Straße und umgekehrt verladen werden. Mit den Plänen befasste sich der Planungs- und Umweltausschuss.

Neun Hektar sind städtebaulich eine große Fläche – und auch das Vorhaben hat große Dimensionen: Auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs in Altholzkrug will Spediteur Hans-Peter Carstensen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass in großem Stil Waren von der Schiene auf die Straße und umgekehrt verladen werden können.
Seinen Vorstellungen nach sollen auf den bestehenden 850 Meter langen Gleisstrang bis zu 700 Meter lange Züge einfahren, mit Hilfe modernster Technik und intermodularen Systemen be- oder entladen werden und dann Güter von der Gemeinde Handewitt bis nach Prag oder Verona transportieren. Auf einem kleineren Teil des Altholzkruger Sondergebietes möchte Carstensen die eigene Spedition vergrößern.
Für dieses große Gesamtvorhaben setzte die Gemeinde Handewitt eine Sondersitzung des Planungs- und Umweltausschusses an, um das weitere Vorgehen im Planungsverfahren abzuklopfen. „Wir werden klassisch vorgehen“, teilte Ausschussvorsitzende Wolfgang Hennig mit. „So wie es die Problematik dieses Gebiets erfordert.“ Das heißt: Ohne Bebauungsplan und Änderung des Flächennutzungsplanes geht es nicht. Ursprünglich hatte man erwogen, einen „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ zu erstellen und in einem beschleunigten Verfahren auf eine Anpassung des F-Plans zu verzichten.
Das vorgeschaltete so genannte „Scoping-Verfahren“, übrigens Neuland für die Handewitter Gemeindevertreter, zeigte auf, welche Hindernisse der „ökonomischen Vision“ noch im Wege stehen. Vor allem mit Flensburg scheint Gesprächsbedarf zu bestehen. Die Fördestadt teilte mit, dass sie die befürchtete, erhöhte Frequentierung des Alten Husumer Weges (Kreisstraße 85) durch Schwerlastverkehr nicht wolle. „Wir werden uns mit der Stadt Flensburg ins Einvernehmen setzen, vor allem im Hinblick darauf, wie die verkehrliche Belastung reduziert werden kann“, kündigte Wolfgang Hennig an. Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen verwies auf die „Netzfunktion“ der Kreisstraße 85, die auch für das Gewerbe im Flensburger Stadtteil Weiche sehr wichtig sei.
Im Ortsteil Altholzkrug hat sich bereits im vergangenen Jahr eine Bürgerinitiative gegründet, die dem Projekt aufgrund der befürchteten Verkehrs- und Lärmbelastung kritisch gegenübersteht. Vorgesehen ist, dass in Kürze umfangreiche Lärmgutachten angefertigt werden. Die Erschließung des Areals soll über die bestehende Straße erfolgen, die zwischen einem Möbelhaus und einer Speditionshalle auf die Kreisstraße mündet.
23.02.2009 
Quelle: Flensburger Tageblatt