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Im Ortskern tut sich was 02.11.2011 


Einwohnerversammlung zum neuen Gemeindezentrum in Handewitt voraussichtlich am 6. Dezember.

Im Handewitter Gemeinderat ging es erneut um die Bürgerbeteiligung. Eher eine Randnotiz war es, dass Bürgervorsteher Bernd Rehmke angesichts anhaltender Kritik aus der Bevölkerung an der Akustik einiger Sitzungsorte mitteilte, dass die Kommune plane, Lautsprecher oder Beamer anzuschaffen, um es "für die Zuhörer transparenter" zu machen. Ein zentrales Ergebnis des Abends war die Einberufung einer formellen Einwohnerversammlung, voraussichtlich für den 6. Dezember. Kernthema: das neue Handewitter Ortszentrum. Dem einstimmigen Beschluss ging ein Antrag der KWG-Fraktion voraus. Im Schreiben hieß es, dass die Bürger ein "sehr starkes Interesse" an den Planungen in den Ortsteilen Handewitt und auch Jarplund hätten. In Handewitt-City laufen derzeit schon vorbereitende Arbeiten. Dort wollen die Raiffeisenbank Handewitt und die Gemeinde ein neues Ortszentrum mit Dienstleistungen und Wohnungen gestalten. Am 17. November sollen im Planungs- und Umweltausschuss die Voraussetzungen für einen neuen Entwurf für den im März 2010 aufgestellten B-Plan geschaffen werden. Dagegen wurde über die Pläne in Jarplund noch nicht öffentlich beraten. Im Umfeld der Europastraße sollen Gewerbe, da runter eine Biogasanlage, und Wohnungen angesiedelt werden. Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen bewertete den KWG-Antrag als "allerbest", wandte aber ein: "Es steht dort: Die Gemeinde plant. Es gibt aber noch gar keinen formellen Beschluss. Wir sollten nur dann auftreten, wenn die Politik vorher sagt, was sie will." In der Zuhörerschaft flüsterte jemand: "Der Bürgermeister will doch nur schnell ins B-Plan-Verfahren, damit alles schön weit gediehen ist, bevor der Bürger beteiligt wird." Die Gemeindevertreter nahmen die Kritik teilweise an. Für Jarplund sei eine offizielle Veranstaltung noch zu früh - aber nicht für das Ortszentrum Handewitt. "Wir haben Pläne, uns in die Hand versprochen, das Projekt umzusetzen und einen Beschluss, die Fördermittel entgegenzunehmen", betonte Kaj Clausen (SSW). Dieter Neugebauer (KWG) mahnte an, nicht zu lange mit einer Einwohnerversammlung zu warten. Der Vorschlag von Bernd Rehmke, die Versammlung in zwei Termine zu teilen, traf den Geschmack des Gemeinderats. Die Planungen in Jarplund sollen irgendwann 2012 präsentiert werden. Für Gesprächsstoff sorgte einmal mehr das vorgesehene Recycling-Projekt "Hornholzer Höhen". Den von der Bürgerinitiative Handewitt wiederholt vorgetragenen Vorwurf in Richtung Kommune, es sei verwerflich, "sich über 4000 Unterschriften hinweg zu setzen", nahm Christiansen zum Anlass, die Listen zu analysieren. Sein Ergebnis: "Von den 3647 vorgelegten Unterschriften kommen 2225 aus der Gemeinde Handewitt und 945 aus dem Ortsteil Jarplund." Letztere Zahl machte ihn angesichts von nur 750 Wählern im Jahr 2008 stutzig. Bei genauerem Hinsehen hätte er festgestellt, dass einige Straßenzüge in Jarplund doppelt auftauchen würden, einige Bürger bis zu vier Mal unterschrieben hätten. Sein Fazit: "Es sind nur 400 Jarplunder Bürger." Dazu Helga Knaack, Schatzmeisterin der "Bürgerinitiative Handewitt e.V.": "Die Zeit, die Sie mit dem Zählen der Unterschriften verbracht haben, hätten Sie besser für die Kommunikation mit dem Bürger nutzen sollen."
02.11.2011 
Quelle: Flensburger Tageblatt