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Zukunft als Integrationsbetrieb 30.09.2014 


Die Wäscherei „Negel & Tautz“ will unter neuer Leitung und mit neuem Konzept wachsen / Ein Viertel der Belegschaft mit Handicap.

Die sprichwörtliche Sommerruhe gab es bei der Handewitter Wäscherei „Negel & Tautz“ nicht. Finanzielle Kalkulationen und das Fehlen einer Betriebsleiterin sorgten für Gerüchte am seit 2010 existierenden Standort im Alten Kirchenweg. Doch inzwischen ist eine vielversprechende Lösung gefunden: Eine „Negel & Tautz GmbH“ wurde gegründet, die zum September die Wäscherei übernommen hat und sogar eine Vergrößerung der Belegschaft plant. „Wir sind als so genannter Integrationsbetrieb ausgerichtet und haben das Ziel, vorrangig Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz zu bieten“, erklärt der neue Geschäftsführer Thomas Stengel, der zugleich Prokurist beim neuen Wäscherei-Gesellschafter „Mürwiker Werkstätten“ ist.
Die bisherigen Eigentümer Bärbel und Rainer Wendt sowie Sven Barz hätten, so Thomas Stengel, die Initiative zu den Gesprächen ergriffen, an deren Ende die Übernahme stand. Die ersten Personalentscheidungen sind bereits getroffen worden. Vor zwei Wochen hat mit Svenja Pietrek eine Wäscherei-Meisterin die Betriebsleitung angetreten. Das 20-köpfige Team, davon bereits vier mit einem Handicap, wurde gehalten. Weitere behinderte Menschen sollen eingestellt werden. „Erst wenn 25 Prozent aller Beschäftigten einen Schwerbehinderten-Ausweis besitzen, spricht man von einem Integrationsbetrieb“, erklärt Thomas Stengel.
Dieses Niveau möchte die „Negel & Tautz GmbH“ nicht nur erreichen, sondern auch übertreffen. Sie hat für sich selbst als Ziel ausgegeben, dass Behinderte und Nichtbehinderte etwa zur Hälfte die Mitarbeiterschaft bilden und Hand in Hand arbeiten. Zudem soll der Betrieb expandieren. Thomas Stengel hat bereits einen kleinen Anbau im Kopf, mit dem die Voraussetzungen geschaffen werden sollen, um auch die Wäsche von Alten- und Pflegeheimen reinigen zu können.
Neben den Mitarbeitern ist auch Gerald Müller und Holger Meyer angesichts der aktuellen Entwicklung ein Stein vom Herzen gefallen. Die beiden Handewitter Unternehmer (M & M Energy) verfolgen ein innovatives Wärmekonzept. Das Herzstück ist das an die Wäscherei grenzende Blockheizkraftwerk, das das aus Timmersiek stammende Biogas in Dampf verwandelt und es in den benachbarten Betrieb weiterpumpt. „Wir haben mal nachgerechnet: Seit 2010 wurden so eine 250 000 Liter Öl eingespart“, betont Gerald Müller. Nun kann das Konzept fortgesetzt werden. „In Handewitt wird saubere Wäsche gewaschen“, kommentiert Bürgermeister Thomas Rasmussen erfreut. Er begrüßt den Aufbau eines Integrationsbetriebs, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Form der Energie-Gewinnung.

30.09.2014 
Quelle: Flensburger Tageblatt