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26.11.2003

Rat für Demokratie und Toleranz auf Kreisebene tagte

Auf Einladung von Landrat Jörg-Dietrich Kamischke trat am 24. November der Rat für Demokratie und Toleranz im Bürgersaal des Schleswiger Kreishauses zusammen. Eingeladen waren ca. 70 Vereine, Verbände und Einzelpersonen. Die Referentin des Abends, Roswitha Dippelt, Leiterin der Außenstelle Schleswig des Vereins "Weißer Ring", erklärte, dass sich die Zahl der Gewalttaten in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt habe. Dabei stünden in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals die Täter im Vordergrund, während die Opfer meist vergessen würden. Dieser Umstand habe im Jahre 1976 den damaligen Fernsehmoderator Eduard Zimmermann veranlasst, den "Weißen Ring" zu gründen. Anliegen des Vereins sei es, Opfern von Straftaten Hilfe zukommen zu lassen, die der Staat nicht leiste. Roswitha Dippelt hob hervor, dass Hilfe auch Opfern geleistet werde, die nicht Vereinsmitglied sind. Finanzielle Zuwendungen müssen nicht zurückgezahlt werden.
Des weiteren erläuterte die Referentin das in der Öffentlichkeit wenig bekannte Opferentschädigungsgesetz. Hilfen für psychische Folgeschäden biete dieses Gesetz nicht.

Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen schilderte Roswitha Dippelt die präventiven Aufgaben ihres Vereins.

In der anschließenden Diskussion erkannten die Mitglieder des Rates, dass häufig Erziehungsmängel zu Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen führten und die Hemmschwelle zu kriminellen Handlungen absenkten. Besonderes Interesse fand daher das Anti-Gewalt-Training, das u. a. von der Vertreterin des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Schleswig angesprochen wurde. Die Vertreter des Fachdienstes Jugend und Familie des Kreises Schleswig-Flensburg wiesen auf die Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes hin. Dabei hoben Sie die in Zusammenarbeit mit den Familienbildungsstätten eingerichteten Elternschulen und das Konfliktlosten-Projekt im schulischen Umfeld hervor.

Landrat Kamischke wies in seinem Resümee darauf hin, dass jeder Einzelne in seinem persönlichen Verhalten dazu beitragen könne, Gewalt in der Gesellschaft entgegenzuwirken. Er appellierte an Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen, Zivilcourage zu zeigen und mit Festigkeit Verantwortung zu übernehmen, wenn Mitmenschen in Schulen, Betrieben oder Öffentlichkeit körperlich bedroht werden. Zu einem friedlichen Zusammenleben in unseren Dörfern und Städten könne jeder einen wichtigen Beitrag leisten.

 

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