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18.09.2015

Tampons verstopfen Leitungen

Falsch entsorgte Putz- und Hygiene-Utensilien haben das Abwasser-System beschädigt – die Folge sind höhere Gebühren

 

Mit einem Aufruf, sorgfältiger mit dem Abwasser umzugehen, wandte sich die Gemeindevertretung Twedt an ihre Bürger. Feststoffe wie Reinigungstücher, Plastiktüten, Putzlappen und Tampons hatten für Störungen im System gesorgt. Dadurch entstanden zusätzliche Kosten durch Reinigungseinsätze und die Beseitigung von Pumpenstörungen. Die Entsorgungsfirma erhöhte deshalb ihre Preise um mehr als 25 Prozent.

Diese Preisanhebung gab die Gemeinde an die Einleiter des Bebauungsgebietes „Unter den Linden“ weiter. Dort erhöht sich die monatliche Grundgebühr um einen auf 11 Euro. Die Zusatzgebühr steigt um 0,40 Euro auf 3,70 Euro pro Kubikmeter. Auch für das Bebauungsgebiet „Schmiedestraße“ stiegen die Entsorgungsgebühren in gleichem Maße. Diese Erhöhung wurde aber nicht an die Einleiter weitergegeben. Denn es war festgestellt worden, dass in der Vergangenheit Fremdwasser aus der Kappelnerstraße in die Schmutzwassereinrichtung „Schmiedestraße“ eingeleitet wurde. Die Entsorgungsfirma hatte dort nachträglich Gebühren erhoben und der Gemeinde Twedt den zu viel bezahlten Betrag erstattet. Dadurch konnte die Preiserhöhung kompensiert werden.

Nur für sogenannte „Ein-Personen-Haushalte“ erhöht sich die Grundgebühr von 7 Euro auf den allgemeingültigen Satz von 10 Euro pro Monat. Denn die Verwaltung hatte darauf hingewiesen, dass eine „Sozialstaffel“ bei der Gebührengestaltung nicht zulässig ist. Zu diesem Thema gab es im Amt Südangeln bereits eine juristische Auseinandersetzung. Beide Preisanpassungen sind ab 1. Oktober gültig.

Um ein bereits als Baugrundstück ausgewiesenes Flurstück im Margarethenweg attraktiver zu machen und verkaufen zu können, will die Gemeinde es mit dem daneben liegenden Grundstück zusammenfassen. Diese Fläche liegt aber außerhalb des Bebauungsplans. Die Gemeinde vergab deshalb einen Auftrag zur Erweiterung des Bebauungsplanes an ein Planungsbüro. Die Kosten von 2400 Euro teilen sich Gemeinde und Käufer. Das wurde in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt.

Bürgermeister Alexander Schmidt gab bekannt, dass zum Projekt „Windpark Twedt“ (wir berichteten) am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr im Bürgerhaus eine Öffentlichkeitsbeteiligung stattfindet. Dort soll auch ein Entwurf des Bebauungsplans vorgestellt werden. Gerüchteweise wurde bekannt, dass es bei der Planung eine Annäherung zwischen Betreibern und Anliegern gegeben hätte. Die Bürgerwind-Gesellschaft wird dort aber noch kein Thema sein, so Schmidt.

Autor: Claus Kuhl, 18.09.2015 
Quelle: www.shz.de