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Amtsgebeit mit Gemeinden

 

Amt Schafflund
Tannenweg 1
24980 Schafflund
Telefon:
04639 700 (Zentrale)

Fax:
04639 70-30

www.amt-schafflund.de
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Sozialhilfe

Sozialhilfe ist eine staatliche Leistung, auf die jeder in Not geratene Mensch unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch hat. Die Ursachen derartiger Notlagen (z.B. Trennung / Scheidung, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Tod eines Angehörigen etc.) können vielfältig sein. Im Prinzip kann es einen jeden treffen, vorübergehend oder auch längerfristig Leistungen der Sozialhilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Die Aufgabe der Sozialhilfe besteht darin, dem Empfänger der Hilfe die Führung eines menschenwürdigen Lebens zu ermöglichen. Dabei verfolgt die Sozialhilfe das Ziel, den hilfebedürftigen Menschen alsbald wieder unabhängig von der staatlichen Unterstützung zu machen. Es gilt hier das grundlegende Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe". Sozialhilfe wird als persönliche Hilfe, als Geldleistung oder als Sachleistung erbracht.
Soweit ein Hilfesuchender sich weder aus eigener Kraft bzw. mit eigenen finanziellen Mitteln, noch mit Hilfe Dritter aus seiner Notlage befreien kann, ist ihm die für seine persönliche Situation geeignete Leistung der Sozialhilfe zu gewähren. Dabei ist nicht einmal ein Antrag erforderlich, denn die Sozialhilfe setzt (automatisch) ein, sobald der zuständigen Behörde die Notlage bekannt wird. In der täglichen Praxis erfolgt allerdings zweckmäßigerweise eine Antragstellung beim örtlichen Sozialamt, da mit dem sogenannten Sozialhilfe-Grundantrag all jene Informationen abgefragt werden können, die die Behörde zur Entscheidung über die Sozialhilfebewilligung benötigt.

Für einen Sozialhilfe-Grundantrag werden regelmäßig verschiedenste Unterlagen benötigt, die der Antragsteller mitbringen sollte. Was im einzelnen vorzulegen ist, hängt natürlich von der Art der beantragten Leistung ab. In aller Regel sind aber auf jeden Fall folgende Nachweise erforderlich: Vollständige Einkommensunterlagen, Belege über eventuelles Vermögen, Nachweise über laufende Ausgaben, Mietvertrag. Das Sozialamt informiert jeden Antragsteller ausführlich, welche Unterlagen vorzulegen sind.

Die Sozialhilfe untergliedert sich in Hilfe zum Lebensunterhalt sowie Hilfen in besonderen Lebenslagen.

  1. Hilfe zum Lebensunterhalt wiederum wird einerseits durch laufende Hilfe, andererseits auch durch einmalige Beihilfen zur Befriedigung bestimmter Bedarfssituationen (z.B. Kleidung, Hausrat, Renovierung) erbracht.
  2. Der Bereich der Hilfen in besonderen Lebenslagen umfasst verschiedenste Hilfen, die speziell für ganz bestimmte Notsituationen, eben für "besondere Lebenslagen" geschaffen wurden (z.B. Krankenhilfe, Blindenhilfe, Hilfe zur Pflege, Eingliederungshilfe für behinderte Menschen).

Diese kurze Übersicht über die Leistungen der Sozialhilfe kann und will nicht die individuelle Beratung vor Ort ersetzen. Jeder Ratsuchende oder Antragsteller wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialverwaltung des Amtes oder der Gemeinde umfassend und kompetent beraten. Dabei gilt das Prinzip der Gesamtprüfung aller in Betracht kommenden Ansprüche (auch Ansprüche gegen andere Behörden) von Amts wegen. Das bedeutet, dass die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der wirtschaftlichen Sozialhilfe auch auf solche Ansprüche aufmerksam machen, die der Hilfesuchende - vielleicht aus Unkenntnis - zunächst gar nicht geltend macht.

Die kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Ämter sind übrigens nur für bestimmte Aufgaben der Sozialhilfe zuständig. Weitere Zuständigkeiten im Bereich der Sozialhilfe liegen beim Kreis Schleswig-Flensburg.. Welche Behörde letztendlich für Ihr persönliches Anliegen zuständig ist, müssen Sie aber nicht wissen. Selbstverständlich erhalten Sie bei der zuständigen Amts- oder Gemeindeverwaltung auch in Angelegenheiten anderer Sozialhilfebehörden umfassende Hilfestellung durch Erstberatung, Herausgabe von Antragsformularen, Unterstützung beim Ausfüllen inkl. Weiterleitung von Anträgen, Weitervermittlung an die zuständige Stelle. In der gleichen Weise werden Sie unterstützt in Ihren Angelegenheiten, die andere Sozialleistungsbehörden betreffen (Arbeitsamt, Rentenversicherung, Jugendamt, Krankenkasse, Versorgungsamt usw.).

Wer sich informiert, fängt bereits an, sich selbst zu helfen. Die Sozialhilfe als "Hilfe zur Selbsthilfe" soll jedem ermöglichen, alsbald wieder aus eigener Kraft am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Wo aber die eigene Kraft nicht ausreicht, soll die Sozialhilfe solange wie erforderlich die Unterstützung bringen, die für die Führung eines menschenwürdigen Lebens nötig ist. Niemand, der in Not geraten ist - ob verschuldet oder unverschuldet -, sollte sich scheuen, die Hilfe des örtlichen Sozialamtes (persönliche Beratung und ggf. Gewährung von Geld- oder Sachleistungen) in Anspruch zu nehmen.