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21.11.2003

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember
"Ausgrenzung abwehren"

Seit 1988 wird alljährlich am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen. Nach Mitteilung des Fachdienstes Gesundheit des Kreises Schleswig-Flensburg geht er auf eine Absprache der Gesundheitsminister auf einem Weltgipfel zurück, gemeinsam für soziale Toleranz und einen intensiveren Informationsaustausch zu HIV und AIDS einzutreten. Inzwischen erfülle das Engagement vieler AIDS-Hilfen, der AIDS-Stiftungen und Gesundheitsämter den Welt-AIDS-Tag mit Leben und gebe ihm seine besondere Bedeutung.

Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Schleswig-Flensburg bietet nach Angaben seiner Leiterin, Dr. Birgitt-Gabriele Bock, am Welt-AIDS-Tag von 12:00 bis 16:00 Uhr an einem Info-Stand im Schleswiger Schlei-Center vielfältige Informationen. Von 13:00 bis 15:00 Uhr berät eine Ärztin des Fachdienstes Gesundheit zu dieser Infektionskrankheit. Dabei stehe die Vorbeugung im Vordergrund. Bei der Beratung von Klienten im Rahmen entgeltfreier HIV-Tests sei dem Fachdienst Gesundheit ein sorgloseres Schutzverhalten aufgefallen. Es würden weniger Kondome benutzt. Auch in Schleswig-Holstein sei – dem bundesweiten Trend entsprechend – eine leichte Zunahme der HIV-Erstdiagnosen bei Männern mit gleichgeschlechtlichen Kontakten zu verzeichnen. Personen mit heterosexuellem Verhalten steckten sich meistens durch aktuell oder ehemals drogenabhängige HIV-infizierte Partner an, erklärte die Amtsärztin.

Weltweit lebten Ende 2002 rund 40 Millionen mit HIV und AIDS, darunter mehr als drei Millionen Kinder unter 15 Jahren. 5 Millionen Menschen haben sich im letzten Jahr mit HIV infiziert – das sind etwa 10 pro Minute.

Am schlimmsten betroffen sind die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Hier leben 30 Millionen Menschen mit HIV und AIDS, 2,8 Millionen davon sind Kinder. Aber auch in Süd- und Südostasien breitet sich die Epidemie rasant aus. Ebenso in den Ländern, die früher zur Sowjetunion gehörten.

3,1 Millionen Menschen sind im letzten Jahr an den Folgen von AIDS gestorben. Davon waren 600.000 Kinder.

In Deutschland lebten Ende 2002 rund 39.000 Menschen mit HIV, etwa 5.000 von ihnen auch mit AIDS. In Schleswig-Holstein sind bisher 577 Personen an AIDS erkrankt, von denen 315 verstorben sind.

Im Kreis Schleswig-Flensburg sind dem hiesigen Fachdienst Gesundheit zurzeit 19 an AIDS erkrankte anonyme Klienten bekannt. Es gibt eine Dunkelziffer, weil die HIV-Infektion anonym direkt an das Robert-Koch-Institut zu melden ist.

Dank der Kombinationstherapien zur Unterdrückung der Virusvermehrung – so Amtsärztin Dr. Bock – sei die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen mit HIV gestiegen. Besiegt seien das Virus und die Krankheit aber noch lange nicht: etwa 700 HIV-Infizierte sind im letzten Jahr in Deutschland an AIDS erkrankt, 600 an den Folgen der Infektion gestorben.

Seit Beginn der Epidemie Anfang der 80er Jahre haben sich in der Bundesrepublik insgesamt rund 60.000 Menschen mit HIV infiziert. 26.000 von ihnen sind an AIDS erkrankt, 20.000 an den Folgen der Infektion gestorben.

"Diskriminierung und Ausgrenzung schaden nicht nur dem körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefinden des Einzelnen, sie verhindern auch eine effektive HIV-Prävention", betont die Amtsärztin. Die Bürger des Kreises Schleswig-Flensburg sind aufgerufen, sich beim Fachdienst Gesundheit am Informationsstand zum Welt-AIDS-Tag oder bei individuellen Beratungen umfassend über die Infektionskrankheit zu informieren.

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