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29.12.2003

Jahresrückblick 2003

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

am 9. April trat unser im März neu gewählter Kreistag zu seiner ersten Sitzung zusammen. Unter der Mitwirkung zahlreicher neuer Abgeordneter zeichnete sich rasch ab, dass die 46 Mandatsträger gewillt sind, ihre Verantwortung für das Gemeinwesen tatkräftig wahrzunehmen und die anspruchsvolle Arbeit des Kreistages zum Wohle des Kreises und seiner Bürger fortzusetzen.

Kompetente Arbeit im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung ist heute wichtiger denn je, denn immer drängender fehlt auch in unserem Kreis das zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben erforderliche Geld. Erstmals in der Geschichte des Kreises Schleswig-Flensburg konnte der Kreistag im Dezember keinen Haushalt für das kommende Jahr beschließen, weil die Berechnungsgrundlagen aufgrund ausstehender Entscheidungen des Gesetzgebers, beispielsweise über das Vorziehen der Steuerreform oder die Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe noch zu vage waren. Trotz aller Sparanstrengungen zeichnet sich für unseren Kreis allerdings erneut ein dramatisches Haushaltsdefizit ab: Mindestens 13 Mio. Euro werden 2004 im Verwaltungshaushalt fehlen. Allen anderen Kreisen in Schleswig-Holstein geht es ähnlich. Diese Dimension lässt keinen Zweifel daran, dass das kommunale Finanzierungssystem aus den Fugen geraten ist und einer durchgreifenden und nachhaltigen Reform bedarf.

In finanziell besseren Zeiten wurden Bildungsinvestitionen auf den Weg gebracht, die in diesem Jahr vollendet werden konnten. Die Einweihung der neuen Räume am Schulzentrum Satrup – ein 4,5 Mio. Euro-Bauvorhaben – markierte am 30. Oktober einen wichtigen Entwicklungsschritt für den Schulstandort Satrup mit seinem weiträumigen Einzugsbereich. Wir freuen uns, dass es dem Kreis als Träger des Bernstorff-Gymnasiums und dem Amt Satrup als Träger der Realschule in gemeinsamer Anstrengung gelungen ist, den Nachholbedarf an Räumlichkeiten der beliebten Schulen zu decken.

Einen besonderen Feiertag erlebte unsere Schule für geistig Behinderte in Süderbrarup, als sie im September ihren 25. Geburtstag beging. Mit Freude stellen wir fest, dass sich die "Schule am Markt" in ihrem schmucken neuen Haus zu einer modernen sonderpädagogischen Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche entwickelt hat.

Unser Jugendaufbauwerk erhielt in Süderbrarup nicht nur ein neues Haus für 4 Mio. Euro, sondern gleichzeitig eine neue Heimat, denn das JAW zog im Frühsommer von Glücksburg nach Süderbrarup um. Diese logistische und pädagogische Herausforderung bestand das JAW ausgezeichnet und widmet sich im neuen Domizil elanvoll und erfolgreich der ganzheitlichen Entwicklung junger Menschen, um sie mit fortschrittlichen Konzepten für das Berufsleben zu qualifizieren.

Im kulturellen Bereich gehörte in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen der Kreismusikschule zu den Höhepunkten. Als bewährter Teil unserer Kulturstiftung engagiert sich die Kreismusikschule beharrlich und erfolgreich, ihren Unterricht und das Musizieren möglichst vielfältig zu gestalten. Die Struktur mit einem Musikangebot in jedem Amt und der Zentrale in Schleswig hat sich ausgezeichnet bewährt.

Ebenfalls sehr erfolgreich im Kulturwesen arbeitet eine weitere Jubiläumseinrichtung: das Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt. Es beging im Juni seinen 10. Jahrestag mit einer Ausstellung im Schleswiger Kreishaus. Das bundesweit einzigartige Museum wurde ins Leben gerufen, um der Nachwelt im restaurierten Dorf Unewatt Einblicke in die Kulturgeschichte einer besonderen Landschaft zu geben. Eine stolze Resonanz von 20.000 Besuchern jährlich belegt eindrucksvoll den Stellenwert dieses musealen Kleinods.

Prägendes Ereignis unserer Wirtschaft im vergangenen Jahr war sicherlich der Zusammenschluss der Sparkassen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland zur Nord~Ostsee Sparkasse. Bei dem historischen Brückenschlag von der Ostsee zur Westküste haben die kommunalen Entscheidungsträger Mut und Weitsicht bewiesen, um das Institut für die Herausforderungen der Zukunft zu positionieren und die wirtschaftliche Entwicklung im Norden Schleswig-Holsteins voranzubringen. Positive wirtschaftliche Impulse in unserer Region sind angesichts drohender Arbeitsplatzverluste vor allem durch die bevorstehende Schließung des Marinefliegergeschwaders 2 und der Schleswiger Zuckerfabrik dringend notwendig.

Im Straßenbau kennzeichneten erfreuliche Fortschritte die Investitionstätigkeit des Kreises in die heimische Bauwirtschaft und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. So vollzogen wir im Oktober gemeinsam mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden den ersten Spatenstich für den lange erwünschten Ausbau der Kreisstraße 18 von Norderbrarup nach Arrild, und an der Kreuzung K 126/K 85 in Neuholzkrug konnte im November ein neuer Kreisverkehr seiner Bestimmung übergeben werden.

Symbole für die Leistungsfähigkeit der kommunalen Selbstverwaltung in finanziell bedrängter Zeit finden sich darüber hinaus in zahlreichen gemeindlichen Baumaßnahmen, von denen die zentrale Abwasserbeseitigung in Meyn, das Dorfgemeinschaftshaus in Dörpstedt, das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Barg-Löstrup-Möllmark und die Schulturnhalle in Neuberend stellvertretend für alle Projekte zu erwähnen sind.

Zum Kapital des Kreises gehört seit jeher die Vielfalt und Qualität seiner Natur und Landschaft. Dieses Erbe wird u. a. vom Wasser- und Bodenverband Linnau durch den naturnahen Umbau der Linnau und von der Gemeinde Jörl mit ihrer 13 Hektar großen Vertragsnaturschutzfläche mit Unterstützung des Kreises in besonderer Weise gepflegt.

Neuen Schwung erhielten im zu Ende gehenden Jahr die partnerschaftlichen Beziehungen des Kreises. Gegenseitige Besuche offizieller Delegationen und zahlreiche Kontakte von Vereinen, Verbänden und Bürgern untermauerten die Vielfalt und Vitalität unserer Verbindungen mit dem Kreis Johannisburg (Polen), dem Borough of South Ribble (England) und dem Landkreis Müritz (Mecklenburg-Vorpommern).

Ein Jahresrückblick kann und soll keine lückenlose Bilanz sein. Wir hoffen daher, mit einigen Schlaglichtern dokumentiert zu haben, dass auf kommunaler Ebene selbst in finanziell angespannter Zeit immer noch vieles zum Wohle des Gemeinwesens zu erreichen war. Schließlich bleibt unser Kreis Schleswig-Flensburg einer der schönsten im ganzen Land, dessen hohe Lebensqualität durch die niedrigste Kriminalitätsrate aller Kreise zusätzlich unterstrichen wird.

In diesem Sinne wünschen wir allen Einwohnern und Gästen im Kreis Schleswig-Flensburg ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2004.

 

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Petersen Jörg-Dietrich Kamischke
Kreispräsident

Landrat

 

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